

* Hollywood und Wirklichkeit
Die Dokumentation "Im Schatten von Casablanca", gedreht an Originalschauplätzen, erzählt die Geschichte der Spionage in Nordafrika - die viele Parallelen zum legendären Spielfilm-Klassiker "Casablanca" aufweist, aus dem auch zahlreiche Ausschnitte zu sehen sind. Ein mutiger Widerstandskämpfer, böse Nazis, eine schöne Frau, ein zögerlicher Amerikaner und wankelmütige Franzosen - das sind die Hauptdarsteller des 1942 gedrehten Spielfilms. Sie stehen stellvertretend für die Kriegsbeteiligten in Nordafrika. Das zeigt auch die Geschichte von "Rygor", die 2005 bekannt wurde, als eine englisch-polnische Historikerkommission ihre Untersuchung zur Rolle der polnischen Geheimdienste im Zweiten Weltkrieg veröffentlichte. Dabei stellte sich heraus, dass diese eine zentrale Rolle für den Kriegsverlauf in Nordafrika gespielt hatten: Rund die Hälfte der von den Engländern verwerteten Spionageberichte stammte aus polnischen Quellen.
* Geheiminformationen statt Haferflocken
Offiziell war Mieczyslaw Slowikowski Unternehmer - er leitete eine Haferflocken-Fabrik. Tatsächlich aber arbeitete er als Offizier für den polnischen Geheimdienst. Unter seinem Codenamen "Rygor" versorgte er die Alliierten mit brisanten Informationen. Seine "Agentur Afrika" verfügte über ein weit gespanntes Spionagenetz mit rund 2.500 Agenten. Ihre Berichte spielten eine entscheidende Rolle für die Planung der "Operation Torch", der Landung der Alliierten in Nordwestafrika am 8. November 1942. Ein halbes Jahr später führte sie zur Niederlage der deutsch-italienischen Streitkräfte in Afrika.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 02.02.2020 um 14:00 Uhr auf phoenix.