Der am 1. März 1872 gegründete Park ist für seine geothermalen Quellen bekannt und natürlich für den Supervulkan, der immer wieder in Verbindung mit dem Untergang der Welt gebracht wird. Seit 1978 ist Yellowstone zudem UNESCO-Weltnaturerbe. Seinen Namen verdankt der Nationalpark dem größten Fluss im Park. Weltberühmt ist die einzigartige vulkanogene Landschaft des Parks mit seinen Geysiren, Schlammtöpfen, Fumarolen und heißen Quellen. Der bekannteste Geysir ist Old Faithful im oberen Geysir-Becken, der in regelmäßigen Abständen von 60 bis 90 Minuten sein heißes Wasser an die Erdoberfläche entlässt. Auch der größte aktive Geysir der Welt befindet sich mit dem Steamboat-Geysir im Norris-Geysir-Becken im Yellowstone-Nationalpark. Der Yellowstone Lake ist der größte Bergsee Nordamerikas. Zudem läuft die nordamerikanische Wasserscheide diagonal durch den südwestlichen Teil des Parks, in dem der Yellowstone, der Madison und der Snake River entspringen. Außerdem gibt es im Park rund 290 Wasserfälle mit einer Fallhöhe von mindestens 4,5 Metern. Die höchsten Fälle des Nationalparks sind die Lower Falls mit 94 Metern Höhe. Während der Eiszeiten war das Parkgebiet fast vollständig von Gletschern bedeckt. Spuren dieser Vergletscherung sind noch immer in der Form der Seenbecken im Park, den Trogtälern, am Oberlauf des Yellowstone Rivers und in den Tälern am Slough Creek zu sehen. Der Yellowstone National Park hat sich als Rückzugsort für seltene Tierarten etabliert. Während in tiefer gelegenen Gebieten des Parks unter anderem Pumas, Luchse und Maultierhirsche leben, sind in den höheren Lagen Dickhornschafe und Schneeziegen zu finden. Außerdem leben im Park 318 Vogelarten. Die größten Bewohner des Nationalparks sind die Bisons, die gerne die heißen Quellen besuchen. Bisons ernähren sich von Süß- oder Sauergrasgewächsen. Zwischen Mitte April und Ende Mai kommen die Jungen zur Welt. Auch die Bestände des Weißkopfadlers haben sich erholt. Dieser Vogel ernährt sich hauptsächlich von Fisch und Wasservögel. Nahe des nördlichsten Ortes des Yellowstone Nationalparks befinden sich die gleichnamigen Sinterterrassen und heißen Quellen, die 1871 während einer geologischen Expedition entdeckt wurden. Das etwa 70° C heiße Quellwasser enthält einen überdurchschnittlich hohen Kalk-und Mineralanteil, welches am Quellaustritt ausfällt und sich in Form von Terrassen ablagert. In den entstehenden flachen Becken siedeln sich Algen und Bakterien an, die je nach Wassertemperatur und Fließrichtung ihre Farbe von weiß bis blau, braun, grün, gelb, orange oder rot ändern.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 30.01.2020 um 18:30 Uhr auf ORF 3.