

In einem Film aus den 1930er Jahren dokumentiert der sowjetische Regisseur Sergej Eisenstein das Leben von Zapotekinnen - selbstbestimmten Frauen, die als Händlerinnen tätig sind, Gold ansparen und sich ihre Ehemänner selbst aussuchen. Dieses Matriarchat, in dem die Frauen die ökonomische Macht und das Sagen haben, ist das Erbe der über 2.500 Jahre alten zapotekischen Kultur. Was ist davon ein Jahrhundert später in einem Land, in dem der Machismus herrscht, übriggeblieben?
Die Zapotekinnen leben in der südmexikanischen Stadt Juchitán, in einem Landstrich, der vom Austausch zwischen Norden und Süden, zwischen Pazifik und Atlantik lebt. Der Handel ist hier seit jeher Frauensache. Lola hat ihren Laden, in dem sie traditionelle Kleidungsstücke verkauft, von ihrer Mutter übernommen. 2017 erschütterte ein Erdbeben die Region und zerstörte den Markt, das pulsierende Herz der Stadt. Die Katastrophe gefährdete auch die Macht der Zapotekinnen. Mit der Unterstützung ihrer beiden Töchter Paulina und Mar
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 06.09.2024 um 05:30 Uhr auf arte.