

Etwa 60 Millionen Schweine werden in Deutschland Jahr für Jahr geschlachtet. Supermärkte liefern sich einen harten Preiskampf, um das Schweinefleisch möglichst billig zu verkaufen. Aber wie leben diese Schweine? Was passiert mit ihrem Fleisch, nachdem es den Schlachthof verlassen hat?
SWR Autor Edgar Verheyen nimmt das Publikum mit auf eine Recherchereise zu Schweinezüchtern, Supermärkten und Verbraucherinnen und Verbrauchern. Er hat mit Expertinnen und Experten gesprochen, die hochgerechnet haben, dass rund ein Drittel der Schweinefleischproduktion im Müll landet. Im Klartext: Die weggeworfene Menge entspricht 20 Millionen Tieren. Rechnet man die Menge an Tieren hinzu, die schon während des Produktionsprozesses sterben, sind es mehr als 30 Millionen Tiere, die letztlich in der Tonne landen.
Dennoch subventioniert die Politik in der EU, im Bund und den Bundesländern den Bau von Mast- und Zuchtbetrieben für Schweine. Und - die Politik schafft die Rahmenbedingungen, damit Fleisch so billig hergestellt werden kann. Schweinefleisch ist ein Exportschlager geworden, Deutschland zur Fleischtheke der Welt.
"betrifft" zeigt, unter welchen Bedingungen Schweine gezüchtet werden. Der Film erklärt aber auch, unter welchem wirtschaftlichen Druck Züchter stehen und wie viel Aufwand nötig ist, um Schweine tiergerecht zu halten. Schließlich geht der Film den Fragen nach: Was muss passieren, damit die Überproduktion eingedämmt wird? Welche Auswirkungen hat das Kaufverhalten von Verbraucherinnen und Verbrauchern auf die Schweinezucht und was können freiwillige Tierwohl-Label überhaupt leisten? Die journalistischen Filme zeigen Entwicklungen auf, beziehen Standpunkt, liefern Analysen und erzählen Geschichten einzelner Menschen emotional nah am Zuschauer.
Aus der Reihe "betrifft"
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 08.01.2020 um 10:15 Uhr auf tagesschau24.