

Inadelso Cossa geht in seinem Dokumentarfilm der komplexen Geschichte Mosambiks auf den Grund: Er reist mit der Kamera in das Heimatdorf seiner Großmutter Maria Estevão, um ihren Kindheitserinnerungen an den 15-jährigen Bürgerkrieg (1977-1992) nachzuspüren. Dazu blickt er aus dem Off auf die Ferien im Dorf seiner Großeltern zurück, insbesondere auf die nächtlichen Rebellenangriffe, die Maria ihm damals als „Feuerwerk“ verkaufte. Maria war früher Geschichtenerzählerin - heute leidet sie an Alzheimer, und in ihren Berichten kommen lange verdrängte Ereignisse wieder hoch.
Im Gespräch mit einem ehemaligen Rebellen im selben Dorf wird deutlich, dass Täter und Opfer von damals noch immer Tür an Tür leben. Seine Erlebnisse verfolgen den alten Mann bis heute, und in seinen Erzählungen verschwimmen Tag und Nacht, Realität und Interpretation. Regisseur Cossa experimentiert mit filmischen Mitteln, um persönliche und kollektive Erinnerungen sinnlich erfahrbar zu machen. Im Austausch mit seinem Ton
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 03.09.2024 um 00:25 Uhr auf arte.