Beethovens 3. Klavierkonzert entstand in den Jahren um 1800, einer Zeit, in der der aufstrebende Komponist in Wien mit der Sonate "Pathéthique" und der "Mondscheinsonate" seine ersten bedeutenden Werke schuf: persönliche Werke voller Kraft und Leidenschaft, mit denen er sich von seinem Vorbild Haydn löste. Bereits die Tonart c-Moll, die Tonart seiner späteren dramatischen fünften Symphonie, verweist auf den "neuen" Beethoven.
Darüber hinaus hat sich die Rolle des Orchesters verändert. Hatte das Orchester in den beiden vorhergehenden Konzerten in erster Linie die Aufgabe untergeordneter Begleitung des virtuosen Solisten, so erlangt es nun einen symphonischen Ausdruck und eine eigenständige Bedeutung im konzertanten Dialog mit dem Soloklavier. Bei der Uraufführung der Komposition am 5. April 1803 im Rahmen eines Akademiekonzertes im Theater an der Wien spielte Beethoven selbst den Klavierpart.
In der vom Bayerischen Fernsehen aufgezeichneten Aufführung mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Run
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 01.09.2024 um 08:00 Uhr auf NDR.