

Die Fahrt gleicht der Durchquerung eines Labyrinths und wird für die beiden Reisenden zum spirituellen Naturerlebnis. Nachdem Riho Västrik und Vasili Sarana sich den Traum vieler Russen erfüllt haben, zur Quelle des größten Flusses Sibiriens, der Lena, vorzudringen, planen die estnischen Abenteurer nun, das 45.000 Quadratkilometer große Mündungsgebiet des Flusses von der Insel Stolb bis zum Nordpolarmeer mit einem Schlauchboot zu durchqueren.
Dank einer Sondergenehmigung dürfen sie das streng geschützte und abgelegene Naturschutzgebiet Lena-Ustje befahren. Die etwa 130 Kilometer lange Reise gleicht der Bewältigung eines Labyrinths. Keine Karte zeigt den Verlauf des Flusses im sich ständig ändernden Mündungsdelta. Nur mit Kompass und GPS gelingt es Riho Västrik und Vasili Sarana, nach mehreren Irrfahrten zum Nördlichen Polarmeer zu gelangen. Die Fahrt durch die Weiten der Tundra wird für die beiden Abenteurer auch zu einer spirituellen Reise zu sich selbst.
Im Mai, zu Beginn des sibirischen Frühlings, treffen Riho Västrik und Vasili Sarana auf die aus dem Winterschlaf erwachte Tierwelt der Tundra. Nur zwei Monate dauert hier die Vegetationszeit. Das heißt, dass sich für die Tiere der Generationswechsel innerhalb eines extrem kurzen Zeitraums vollziehen muss. Alle Lebewesen sind deshalb in höchster Eile. Balzen, brüten, die Jungen aufziehen und dann noch schnell ein ausreichendes Fettpolster anlegen, bevor der dunkle arktische Winter wieder Einzug in der Tundra hält. Film von Vasili Sarana
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 24.12.2019 um 04:30 Uhr auf phoenix.