

In Südafrika herrscht eine Jahrhundertdürre - Kapstadts Wasserversorgung ist bedroht, denn die Metropole stillt ihren Durst allein mit Hilfe von Oberflächenwasser. Doch aufgrund des Klimawandels wird das Wetter unberechenbarer und die Stauseen leerer. Die Angst vor sozialen Unruhen, Seuchen und dem wirtschaftlichen Zusammenbruch der Region geht um. Nur durch die Disziplin der Bewohner, die sich seit Monaten mit 50 Litern Wasser pro Tag und Person begnügen, konnte "Day Zero" abgewendet werden - der Tag, an dem die Wasserhähne der Stadt abgedreht werden und die Menschen nur noch an öffentlichen Verteilstationen Wasser schöpfen können. Der Wassermangel bringt die gesellschaftliche Spaltung des Landes deutlich zutage: Reiche Südafrikaner können sich Wasser kaufen, während ärmere Bürger sich das kostbare Lebenselixier nicht leisten können.
Dorothe Dörholt und Antje Christ begleiten eine Spezialeinheit der Polizei auf der Suche nach Wassersündern in den Townships sowie eine Mittelschichtsfamilie, die alles daran setzt, sich vom Gemeindewasser unabhängig zu machen. Sie zeigen das Schicksal von Bauern, deren Existenz auf dem Spiel steht. Es ist ein Rennen gegen die Zeit und ein Kampf gegen den politischen Filz. Denn für die Wasserknappheit ist auch Missmanagement verantwortlich.
Die Filmemacherinnen zeigen Ursachen und das Spektrum der Folgen dieser Wasserkrise sowie die Anstrengungen der Regierung, die Lage in den Griff zu bekommen. Kapstadt - ein Lehrstück für den Rest der Welt, denn 2050 wird weltweit jede vierte Stadt von Wasserknappheit betroffen sein. Dokumentation Deutschland 2018
* Thema: Wasser - Jeder Tropfen zählt
Wasser ist lebenswichtig. Wasser ist ein knappes Gut. Und das nicht nur wegen Umweltverschmutzung und Klimawandel. Auch Gier und Misswirtschaft tragen dazu bei, dass das Lebenselixier auszutrocknen droht. Was Ende der 80er Jahre mit der Privatisierung der britischen Wasserbetriebe begann, hat sich inzwischen über den gesamten Globus ausgebreitet. Überall auf der Welt versuchen pfiffige Unternehmer und Finanzhaie, das blaue Gold in bares Geld umzuwandeln. Und in Schwellenländern zeigt sich besonders drastisch, wie die Kombination von Umwelteinflüssen, Korruption und Fehlplanung zu katastrophaler Wasserknappheit führen kann.
Von Australien bis nach Kalifornien, von New York bis London - Jérôme Fritel begibt sich in dem investigativen Dokumentarfilm "Wasser im Visier der Finanzhaie" auf die Spuren derjenigen, die versuchen, aus Wasser eine Ware zu machen.
In "Bis zum letzten Tropfen - Europas geheimer Wasserkrieg" zeigt Yorgos Avgeropoulos wie sich Kommunen und Bürger in ganz Europa gegen die Privatisierung der Wasserbetriebe zur Wehr setzen.
Im Anschluss setzen sich die Dokumentation "Dürre-Alarm: Wassernotstand im Iran" von Komeil Sohani und Laurent Cibien sowie "Eine Stadt ohne Wasser - Warnung aus Südafrika" von Dorothe Dörholt und Antje Christ damit auseinander, was passiert, wenn einer Millionenstadt der Hahn abgedreht und eine einst blühende Landwirtschaft wahrhaft ausgetrocknet wird.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 17.12.2019 um 23:45 Uhr auf arte.