

Das Genie und der Mensch: War Anton Bruckner ein neurotischer Zahlenfetischist mit nekrophilen Neigungen? Ein zwanghafter Galan, der 17-jährigen Mädchen nachstieg und sie in peinliche Situationen brachte? Ein fanatisch Betender und keuscher Büßer? In Paris und London gefeiert für seine virtuosen Orgel-Improvisationen, erlebte er in Wien mit seinen Symphonien dramatische Niederlagen. Doch Bruckner wusste stets, was er wert war und was er konnte.
Anton Bruckner wurde am 4. September 1824 geboren. Sein Vater, Dorfschullehrer und Kantor in Ansfelden bei Linz, führte ihn früh an die Musik heran. Anton beherrschte bereits als Kind mehrere Instrumente und war der älteste von 12 Kindern, von denen viele früh starben. Nach dem Tod seines Vaters kam er mit 13 Jahren als Sängerknabe ins Stiftsgymnasium St. Florian, wo er sein Orgelspiel perfektionierte und seine musikalische Ausbildung abschloss. Die Orgel wurde sein Hauptinstrument. Mit knapp über 30 Jahren wurde er Domorganist in der Ignatiuskirche in Linz
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 01.09.2024 um 23:05 Uhr auf arte.