

Bis heute ist der Krieg für viele Familien nicht beendet; denn sie wissen nicht, was aus ihren Vätern oder Brüdern geworden ist. Sie fragen sich, welches Schicksal ihre Angehörigen erfahren haben. In einem sumpfigen Wald, hundert Kilometer von Sankt Petersburg, graben ein Soziologieprofessor und sein Team nach Vermissten. Für den Akademiker ist die Suche und Identifizierung von vermissten Soldaten zu einer Lebensaufgabe geworden. Auf dem ehemaligen Schlachtfeld Stalingrad holt eine Gruppe Tartaren Gefallene aus dem sandigen Boden. Auch ein französischer Pathologe hat sich den russischen Suchern angeschlossen und verbringt seit Jahren seine Urlaube mit Metalldetektor und Spaten in der russischen Steppe.
"Re:" wird Zeuge, wie die Suchteams vermisste Soldaten finden und andere Freiwillige den Enkel eines Gefallenen zu dem Ort führen, an dem sein Großvater starb und dessen sterbliche Überreste, gemeinsam mit tausend weiteren unbekannten Soldaten, in einer feierlichen Zeremonie in einem Massengrab beigesetzt werden. Mehr als sieben Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs sind die Wunden, die die Schlachten von Stalingrad oder Mjasnoi Bor hinterlassen haben, noch immer nicht ausgeheilt. Reportage Deutschland 2019
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 19.12.2019 um 12:15 Uhr auf arte.