

NRWs Städte haben ein Müllproblem. Immer wieder tauchen an abgelegen Stellen oder Straßenecken unerwünschte Haufen aus Schrott, Plastiksäcken oder alten Möbeln auf - illegal abgeladener Müll. Fast alle größeren Kommunen in NRW haben dieses Problem, allein in Köln gibt es 6.500 sogenannte "wilde Müllhalden".
Die Stadt Lüdenscheid hat dem Müll seit Juni den Kampf angesagt und eine einmalige Lösung gefunden. Die "Abfallstreife" geht dort morgens ab 7.00 Uhr auf Patrouille. Immer auf der Suche nach der nächsten Müllsünde. Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes ermitteln: Wer hat den Müll hier abgeladen? Dafür untersuchen sie den Abfall nach Hinweisen oder befragen die Nachbarschaft. Wird der Schuldige gefunden, droht ihm eine Strafe und - er muss seinen Dreck natürlich selbst entfernen. Andernfalls sorgt die Abfallstreife wenigstens dafür, dass die Müllabfuhr direkt anrückt und den Abfall entsorgt.
In Duisburg sind es zwei Rentner, die in ihrem Stadtviertel gegen die illegalen Müllhaufen ankämpfen. Ohne die beiden stadtbekannten Kümmerer wäre Meiderich nicht so sauber. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, illegal abgeladenen Müll bei der Stadt zu melden oder ihre Nachbarn für legale Entsorgungswege zu sensibilisieren. Damit die Haufen nicht größer werden, sondern ganz verschwinden.
"Unterwegs im Westen" geht mit NRWs erster Abfallstreife auf Patrouille und erzählt von städtischen Müllproblemen und funktionierenden Lösungen. Eine Reportage von Thorsten Poppe
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 01.12.2019 um 07:45 Uhr auf tagesschau24.