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Warum werfen sich Menschen vor den Zug?

Aus der Reihe "Engel fragt"
Samstag, 30.11.2019 17:45 Uhr
HR
Samstag
30.11.2019
17:45 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

"Das Geräusch, wie die Knochen zerbersten, vergesse ich nie", sagt Lokführer Meinhard Bahr, der bereits zwei Mal einen Menschen überfuhr. Der ehemalige Fußball-Nationaltorwart Robert Enke ist der wohl bekannteste Deutsche, der seinem Leben ein Ende setzte, indem er sich vor den Zug legte. Insgesamt töten sich in Deutschland jedes Jahr etwa 10.000 Menschen. Das sind fast dreimal so viele, wie durch Verkehrsunfälle sterben. Der Großteil erhängt sich, der "Schienentod" ist die vierthäufigste Todesursache. Philipp Engel geht der Frage nach dem "Warum" nach. Er will herausfinden, was Menschen bewegt, sich umzubringen, und warum ausgerechnet so selbstzerstörerisch? Wieso ist die Selbsttötung für manche Menschen der letzte Ausweg? Was tun sie ihren Hinterbliebenen damit an? Warum ist es als depressiver Mensch so schwer, Hilfe zu holen? Und wie kann es dennoch gelingen?

Er trifft Mario Dieringer. Er ist doppelt Betroffener. Seinen eigenen Suizidversuch hat er überlebt, seinen Partner aber hat er durch Selbsttötung verloren. Beide steckten in einer schweren psychischen Krise, wie die meisten suizidalen Menschen. Oft aber ist sie nicht in ihrem lebensgefährlichen Ausmaß wahrzunehmen, denn viele verheimlichen ihre Depression, trauen sich nur mit engsten Angehörigen darüber zu sprechen - so wie Dieringers Partner. Denn in unserer Gesellschaft wird - auch zehn Jahre nach Enkes Tod - Depression noch immer mit Schwäche gleichgesetzt und gilt als Tabu. Auch junge Menschen behalten ihre Probleme oft für sich. Unter Jugendlichen geht fast jeder achte Todesfall auf Selbsttötung zurück.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 30.11.2019 um 17:45 Uhr auf HR.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Psychologie
Alternative Ausstrahlungstermine
30.11.2019 17:45HR27.11.2019 21:45HR