Mark Jago fährt seit Wochen durch den Busch. Im Mai laufen in Namibia die Fangaktionen für Wildtiere auf Hochtouren. "Auf den ersten Blick scheint es ein Widerspruch, dass wir Elefanten, Nashörner und Giraffen jagen, sie betäuben und damit großem Stress aussetzen, obwohl wir für ihr Wohlergehen und Überleben verantwortlich sind", sagt er. Doch nur so lassen sich auf Dauer gesunde Tierbestände gewährleisten.
Der 49-jährige Brite ist der Tierarzt von Etosha. Bereits vor 100 Jahren gegründet, gehört er zu den ältesten Nationalparks der Erde. Doch auch hier konkurrieren Löwen, Nashörner, Zebras, Elefanten und Giraffen mit den Menschen und ihrem Vieh um Land, Wasser und Nahrung. Um so wichtiger ist es, die Anwohner ins Management des Parks einzubeziehen. "Nur, wenn die Bevölkerung freiwillig mitmacht", sagt Mark Jago, "kann der Schutz der Wildtiere von Dauer sein. Ein lebendes Nashorn bringt mehr als ein totes, das muss allen klar werden."
Die Sendung begleitet Mark Jago und eine Gruppe von Rangern bei ihren halsbrecherischen Einsätzen. Dokumentiert wird auch die Aufklärungsarbeit der Wildhüter, etwa bei den Himba, die als Halbnomaden im Hinterland des Parks leben. Der Film führt die Zuschauer auch zu den San. Das kleine, zähe Volk der Buschleute hat Jahrtausende in den Wüsten und Steppen des südlichen Afrika überlebt.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 20.11.2019 um 22:45 Uhr auf RBB.