

Dem Opernkapellmeister Arthur Nikisch ist zu verdanken, dass die Uraufführung der 7. Sinfonie des »hier noch gänzlich unbekannten« Anton Bruckner in Leipzig stattfinden und vor allem: dass sie zum Erfolg mit großer Strahlkraft über Leipzig und über das Jahr 1884 hinaus werden konnte. Im Gewandhaus, das damals unter der Ägide von Carl Reinecke stand und in dem ein konservativerer Geschmack vorherrschte, wäre dieses mutige Projekt kaum zu realisieren gewesen. Doch an der Oper, wo Wagners Gesamtkunstwerk Begeisterung auslöste, konnte Bruckners sinfonisches Pendant zum Musikdrama auf fruchtbaren Boden fallen.
Anton Bruckner nutzte die Leipzig-Residenz anlässlich der Uraufführung seiner 7. Sinfonie in erster Linie, um die Drucklegung seines neuen Werks einzufädeln. Glaubt man den Anekdoten, die sich um Bruckners Aufwartungen bei den Leipziger Verlegern ranken, ging er dabei wenig diplomatisch vor. Dem einflussreichen Peters-Editor Geheimrat Alfred Dörffel soll Bruckner auf die Feststellung, der letz
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 29.08.2024 um 23:40 Uhr auf MDR.