

Kaum einer in Brasilien kennt die "Gorillas der neuen Welt", die milchkaffeefarbenen Muriquiaffen mit ihren schwarzen Gesichtern. Für Prof. Karen Strier sind diese Tiere heute ihr Lebensinhalt: Wenn sie keine Vorlesungen gibt, ist sie mit ihren Studenten auf den Spuren der Muriqui.
Der ursprüngliche Lebensraum der Tiere ist der gesamte atlantische Regenwald Brasiliens gewesen, von dem heute nur fünf Prozent übrig geblieben ist. In dem inselartigen Waldstückchen rund um die Forschungsstation Caratinga lebt eine Muriquigruppe, die seit Jahren ständig beobachtet wird.
Bald stellte sich heraus, dass Muriquimännchen ganz besondere Affen sind: Wie die Hippies unter den Primaten bilden sie eine Männergemeinschaft ohne Aggression, mit gleichen Rechten und friedfertig, selbst wenn es um Sex geht. Die Muriquiweibchen haben das Sagen - und so bleibt den Männchen nur noch eines: zusammenhalten!
Der Film von Andrea Rüthlein zeigt, wie Karen Strier es in 20 Jahren Forschungsarbeit geschafft hat, einer Gruppe wildlebender Muriquiaffen so nahe wie möglich zu kommen, ohne den Tieren die Freiheit zu nehmen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 29.11.2019 um 10:25 Uhr auf BR.