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Planet Wissen: Helllichte Nacht - Lichtverschmutzung und die Folgen

Moderation: Carolin Matzko und Rainer Maria Jilg
Donnerstag, 05.12.2019 04:30 Uhr
ARD alpha
Donnerstag
05.12.2019
04:30 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Es ist Nacht, aber anstatt Sterne und Mond leuchten am Horizont orange-gelblich die Lichter einer Stadt oder die Beleuchtung entlang einer Straße. Lichtverschmutzung nennen Astronomen dieses Leuchten. Weil das Licht das Dunkel des Nachthimmels "verschmutzt" und so den Blick auf die Sterne erschwert.

Inzwischen beschäftigen sich mit der Lichtverschmutzung auch Ökologen, Biologen und Mediziner. Es mehren sich wissenschaftlich belastbare Anzeichen, dass sie nicht nur ein ästhetisches Problem ist, sondern sehr wahrscheinlich schädliche Auswirkungen auf das Ökosystem hat. Vögel brüten beispielsweise früher. Bei vielen Fischarten ändert sich der Hormonhaushalt.

Selbst das Insektensterben lässt sich sehr wahrscheinlich teilweise auf zu viel Beleuchtung zurückführen. Ob und wie sehr auch der Mensch unter "zu viel Licht" leidet, da steht die Forschung noch relativ am Anfang. Tatsache ist jedoch, dass der Mensch wie die meisten Wirbeltiere auch einem inneren Rhythmus, einer sogenannten "Inneren Uhr" unterliegt.

Diese Innere Uhr steuert den Wach-Schlaf-Rhythmus, den Hormonhaushalt und selbst den Stoffwechsel in den einzelnen Zellen. Und ebenso wie bei den Fischen werden die innere Uhr und so auch der Hormonhaushalt des Menschen von der Intensität und von der Farbtemperatur des Tageslichts bzw. von künstlichem Licht gesteuert.

Gäste im Studio:
* PD Dr. Franz Hölker, Hydrobiologe, Leibniz-Institut für Gewässerökologie (IGB)
* Dr. med Dirk Schwerthöffer, Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums München, TU München

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 05.12.2019 um 04:30 Uhr auf ARD alpha.