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Die letzte Kolonie

Das vergessene Volk der Westsahara
Montag, 11.11.2019 01:30 Uhr
HR
Montag
11.11.2019
01:30 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

In einem Flüchtlingslager, ganz im Westen von Algerien inmitten der Wüste, warten die Saharaui, das Volk der Sahara, auf eine Lösung ihres Konflikts. Seit mehr als 40 Jahren herrscht ein schwelender Konfliktherd vor den Toren Europas, den Christian Gropper filmisch untersucht. Mit Mohamed Sulaiman, einem gebildeten jungen Saharaui, der in Algerien englische Literatur und Kunst studiert hat und zu seiner Familie ins Lager zurückkehrte, erkundet das Filmteam den Alltag in den Lagern und an der schwer bewachten Grenze zum marokkanisch besetzten Teil ihres Landes.
Rund zwei Drittel der Flüchtlinge sind unter 25 Jahre alt - eine ganze Generation, die außer den Zelten und Lehmhütten im Lager nie etwas von der Welt gesehen hat. Die ersten Stimmen, die nach einer Rückkehr zu den Waffen rufen, werden bereits laut. Immer wieder haben die UN Verhandlungen für eine friedliche Lösung angestoßen. Bisher sind sie alle gescheitert. Marokko betrachtet die Westsahara als seine Südprovinz und beutet die Bodenschätze aus, denn die Geschäfte mit den Ländern Europas versprechen auch in Zukunft lukrative Gewinne. Die Länder Europas sehen weg, solange sie gute Geschäfte mit dem nordafrikanischen Land pflegen. Die Saharaui, das vergessene Volk der Westsahara, werden nicht ewig geduldig bleiben.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 11.11.2019 um 01:30 Uhr auf HR.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Menschen im Alltag, Algerien, Migration