

Am frühen Morgen des 18. September 1943 rückt eine Einheit Wehrmachtssoldaten in die kleine süditalienische Hafenstadt Trani ein. Ihr Befehl lautet: die Gefangennahme von 50 männlichen Geiseln, deren Abtransport und anschließende Erschießung vor den Toren der Stadt. Eine Vergeltungsmaßnahme - wenige Tage zuvor sind in Trani fünf deutsche Soldaten aus dem Hinterhalt getötet worden. Nun sollen für jeden getöteten Deutschen zehn unschuldige italienische Männer sterben.
Immer mehr Gefangene werden von schwer bewaffneten deutschen Soldaten in die Mitte des Marktplatzes getrieben. Quälende Stunden vergehen. Am Nachmittag gibt der Offizier plötzlich die Anordnung zum Aufbruch. Die Soldaten packen ihre Maschinengewehrgeschütze zusammen, besteigen die Lastwagen und fahren davon. Ohne die Gefangenen.
Mehr als sechzig Jahre später reist Heino Niehaus noch einmal nach Trani. Er ist der letzte noch lebende Soldat der deutschen Einheit, die damals zur Erschießung der Geiseln in Trani eingerückt war. Durch ihn kann die Geschichte des Wunders von Trani zu Ende erzählt werden.
22.01.2013 WDR
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 02.11.2019 um 06:15 Uhr auf SWR.