1960 machte sich der spätere Literaturnobelpreisträger John Steinbeck gemeinsam mit seinem Hund Charley im Wohnmobil auf die Reise durch die USA, von den großen Seen bis zu den Rocky Mountains, von den Metropolen der Ostküste bis zu den Wüsten Nevadas, und stieß kulturell wie landschaftlich auf eine ungeahnte Vielfalt. Steinbeck hatte sich mit seinen Werken "Früchte des Zorns" und "Von Mäusen und Menschen" als Chronist der amerikanischen Wirtschaftskrise der 1930er Jahre und als Fürsprecher der ausgebeuteten Farmer und Wanderarbeiter einen Namen gemacht. Nun, im Jahr 1960, erlebte er ein anderes Amerika: ein Land in nie dagewesenem Wohlstand. Doch unter der quietschbunten Oberfläche gab es tiefe Risse: Umweltverschmutzung, sinnlose Verschwendung und Rassenunruhen. Phänomene, die Steinbeck hautnah erlebte und in aller Schärfe kritisierte. Am Ende war klar: Sein Land war ihm fremd geworden. Der Film visualisiert Steinbecks ironische Beobachtungen und skurrile Begegnungen seines einzigartigen Reisebuchs, immer auch mit dem Blick auf die USA heute. Wissen und mehr
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 31.10.2019 um 07:05 Uhr auf HR.