

Gartenschauen sind eine Erfolgsgeschichte - besonders im Südwesten. Sie sind so beliebt, dass 2019 zum ersten Mal zwei große Gartenschauen in Baden-Württemberg parallel stattfinden: die Bundesgartenschau in Heilbronn und die Remstal-Gartenschau.
Durch die Bundesgartenschau will Heilbronn wachsen und zugleich lebenswerter werden. Auf einer ehemaligen Industriebrache im Zentrum entsteht ein Gelände, das zwei Ausstellungen vereint, eine Gartenausstellung und eine bewohnte Stadtausstellung, die die Zukunft des Wohnens erforscht. Das gab es vorher nicht.
Bei der Remstal-Gartenschau rückt keine Stadt, sondern ein Fluss in den Fokus. Das Konzept ist ebenso kühn wie das in Heilbronn: Auf einer Länge von mehr als 80 Kilometern von der Quelle der Rems bis zu deren Mündung richten 16 Kommunen gemeinsam eine Gartenschau aus. 80 Kilometer Radwege, 220 Kilometer Wanderwege und 20 Bootsanlegestellen laden Besucherinnen und Besucher ein, das Gelände sportiv zu erkunden. Sie ist die flächenmäßig längste Gartenschau, die es bisher gab.
Der SWR Film verfolgt die Vorbereitungen auf die beiden Gartenschauen und stellt zwei Erfolgsbeispiele vor. Das eine ist die Seilbahn auf der Bundesgartenschau 2011 in Koblenz, die zum Glücksbringer wurde. Anfangs herrschte große Skepsis. Erst mit der Jungfernfahrt der Bahn veränderte sich die Stimmung. Die hohe Identifikation der Bürgerinnen und Bürger machte Koblenz mit 3,5 Millionen Besucherinnen und Besuchern zur erfolgreichsten Bundesgartenschau seit den 90er-Jahren. Die andere Erfolgsgeschichte ist die von Schwäbisch Gmünd. Dort hält die Landesgartenschau den Besucherrekord aller vorangegangenen Landesgartenschauen. Seit der Stauferstadt 2014 ein grünes Herz eingepflanzt wurde, geht es wieder aufwärts. Was ist das Geheimnis von Gmünd? Wie lässt sich der Erfolg von Koblenz und Gmünd in Heilbronn und im Remstal wiederholen?
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 29.09.2019 um 15:10 Uhr auf SR.