Mit den Worten "Auf geht's beim Schichtl" hat 1869 Michael August Schichtl, Spross einer alten Puppenspieler-Dynastie, erstmals eine Vorstellung mit noch nie dagewesenen Attraktionen auf dem Münchner Oktoberfest präsentiert. 150 Jahre später gibt es das Illusionstheater immer noch, und wie damals ist die "Enthauptung einer lebendigen Person auf offener Bühne mittels Guillotine" Höhepunkt des Programms. 25 Mal am Tag wird hier geköpft. Unblutig freilich, denn das Ganze ist natürlich ein einfacher Trick. Es sind weder Hightech noch Spezialeffekte, was die Wiesn-Besucher zum Schichtl zieht, es ist die Einfachheit der Schau und die Nostalgie, die dahintersteckt.
"Auf geht's beim Schichtl" erzählt von den Machern des Schichtl, von den Mitstreitern des mittlerweile selbst schon legendären Chefs Manfred Schauer, der 1985 das kurz vor dem Bankrott stehende Geschäft übernommen hat. Zum Jubiläum öffnet die Ur-Ur-Enkelin vom Schichtl ihr privates Museum mit vielen Erinnerungsstücken und Geschichten, die von den Anfängen der legendären Revue erzählen, die heute noch so lebendig ist wie vor 150 Jahren.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 29.09.2019 um 13:00 Uhr auf BR.