

Sie beginnt am Welfenschloss in Hann. Münden und endet an der Tannenburg bei Nentershausen: eine eindrucksvolle, 133 Kilometer lange Tour entlang der Werra.
Vier Wanderer, darunter eine blutige Anfängerin, aber auch ein erfahrener Wanderführer, testen den Weg fünf Tage lang. Sie scheuen keinen Anstieg und geben auch bei Regen nicht auf. Belohnt werden sie mit tollen Ausblicken, wenn sie wieder eine neue Burg oder ein Schloss erreicht haben. Manche sind nur noch Ruinen, andere wie Schloss Rothestein haben sich auf große Gesellschaften und Hochzeitsfeiern eingestellt.
Auf Schloss Berlepsch bei Witzenhausen und auf der Tannenburg dreht sich alles um Ritter, und das Mittelalter wird lebendig. Burg Ludwigstein bietet Zeltlager und Pfadfinderromantik, gegenüber in Thüringen liegt Burg Hanstein. Die Wanderer testen auch, wo es gute Verpflegung und ungewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten gibt.
Bei dieser Burgentour entlang des ehemaligen Grenzflusses Werra begegnen die Wanderer auch immer wieder der jüngeren deutschen Geschichte. Sie erleben, wie aus dem ehemaligen Todestreifen ein herausragendes Naturschutzgebiet geworden ist.
Die erste Etappe startet in Hann-Münden. Auf der Werra-Brücke treffen die drei Wanderer Claudia, Lena und Horst auf ihren Wanderführer, Daniel von Trausnitz. Von der Altstadt vorbei am Welfenschloß entlang der Werra geht es nach Lippoldshausen.
Der Werra-Burgen-Steig Hessen, wie es ihn heute gibt, ist 2013 eingeweiht worden und trägt die Auszeichnung "Qualitätswanderweg". Kurz nach Lippoldshausen wartet das erste steile Stück, dann führt der Weg entlang der hessisch-niedersächsischen Grenze ins Hübenbachtal und kurz vor dem ersten Etappenziel nach 21 Kilometern wird es dann richtig steil: 300 Höhenmeter sind zu erklimmen.
Oben erwartet die Wanderer ein toller Ausblick und ein echter Schlossherr: Fabian von Berlepsch, der die müden Wanderer auf der nördlichsten Grenzfeste Hessens begrüßt und eine kleine Schlossführung macht. Treppenhaus, Ahnensaal und nach gefühlten 1000 Treppenstufen gibt es als krönenden Abschluss den Blick vom Schlossturm in die Weite des Berlepscher Landes und Forsts.
Daniel von Trausnitz ist auf Schloss Berlepsch zu Hause, die anderen drei nächtigen im Stelzenhaus, einem von fünf Baumhäusern, ohne Strom, Toilette oder fließend Wasser, dafür mit einem wunderbaren Ausblick aufs Schloss, wo zum Tagesabschluss und quasi als Belohnung ein Rittermahl im Gewölbekeller serviert wird.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 07.09.2019 um 21:45 Uhr auf HR.