

Obwohl der Schwarzwald ein Mittelgebirge ist, ist in seinen höchsten Lagen nichts mehr "mittel". Die Gipfel unterscheiden sich oft nur wenig von ihren höheren Pendants in den Alpen. So findet man im Schwarzwald Klettergebiete mit respektablen Schwierigkeitsgraden und atemberaubende Schluchten. Immer wieder kommt es zu Felsstürzen und Lawinenabgängen. Alpenenzian und Gams fühlen sich hier zu Hause und auch die Schwarzwaldmythen sind kaum weniger exotisch als die der Alpen. Auch in der Zeitgeschichte spielten viele dieser Berge eine wichtige Rolle - ob in den Bauernkriegen, während der Badischen Revolution oder in den beiden Weltkriegen: Stets waren die Schwarzwaldhöhen und -täler von großer strategischer Bedeutung.
Zu jedem der porträtierten Tausender erzählt diese SWR Dokumentation eine solche "Berg-Story", die ihn von den anderen abhebt: Sie haben - wie der Feldberg mit seiner "Enzianplage" - eine ungewöhnliche Flora. Sie spielten - wie die Hornisgrinde mit ihren Westwallbunkern oder der Kniebis mit seinem "Führerhauptquartier Tannenberg" - eine wichtige Rolle in der Militärgeschichte. Sie sind in vorgeschichtlicher Zeit - wie der Belchen - Teil eines gigantischen Steinzeitkalenders gewesen. Sie waren - wie die Weißtannenhöhe oder der Schauinsland - Schauplatz brutaler Verbrechen bzw. tragischer Unglücke oder - wie der Kandelfelsen - Ort von Mythen und unausrottbarem Hexenglauben.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 01.09.2019 um 20:15 Uhr auf SR.