Im Reich der Garamanten

Libyens Süden

Quelle: Pressebild

Als das Römische Reich die Hand nach Nordafrika ausstreckte, dem kaum bekannten Libyen, erlebten die sieggewohnten Legionen eine Überraschung. Schnelle Reiterverbände mit Pferdefuhrwerken - Streitwagen - brachten ihnen eine Niederlage nach der anderen bei: das Volk der Garamanten behauptete seine uralten Gebietsansprüche südlich des Gebirgszugs Jebel Nafusah. Lange Zeit blieb Roms Einfluss auf die Küstenebene Tripolitanien begrenzt. Im unwegsamen Süden, im Fezzan, herrschten weiterhin die kriegerischen Garamanten und kontrollierten den Transsaharahandel.
Libyens Süden - das Reich der Garamanten - ist auch heute ein lebensfeindlicher, trockener und weitgehend menschenleerer Landstrich. Von der Oase Ghadames geht die Reise wir zunächst nach Murzuq, dem ehemaligen Sklavenmarkt in der zentralen Sahara. Weiter geht es mit Allradfahrzeugen ins Wadi Mathendous. 10.000 Jahre alte Felsbilder erzählen aus der Frühgeschichte der Menschen in diesem einst fruchtbaren Teil Afrikas. Gefolgt wird ein Stück weit den Spuren des deutschen Afrikaforschers Heinrich Barth, der Mitte des 19. Jahrhunderts als erster Europäer die prähistorischen Bildergalerien zu Gesicht bekam.
Weiter geht es ins Akakus-Gebirge mit seinen traumhaft schönen Fels- und Sandlandschaften. In den Dünen der großen Sandsee nördlich von Murzuq liegen die Mandara-Seen. Wasser mitten in der Wüste - ein letztes Beispiel für die starken Kontraste und die Schönheit der Natur im alten Reich der Garamanten.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 20.08.2019 um 04:30 Uhr auf SR.