ertel Jahr und sieben Absagen später resümiert Ronny Festerling: "Wer zurückkehren möchte, muss hart dafür kämpfen." Erstmals seit der Wende vor 30 Jahren scheint die Abwanderung im Osten gestoppt. Mehr Menschen sind im letzten Jahr nach Sachsen-Anhalt gekommen, als weggezogen. Doch vom Trend profitieren vor allem die Städte. Regionen wie Mansfeld-Südharz, der Burgenlandkreis und die Altmark gelten nach wie vor als abgehängt, überaltert, unattraktiv. "Richtig so", meint der Leiter des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, Reint Gropp. "Der ländliche Raum hat keine Zukunft. Wer Arbeitsplätze schaffen und Effektivität steigern will, muss in die Städte investieren". Soziologen, wie Andreas Siegert, widersprechen. "Mehr als 80 Prozent der Menschen leben in Sachsen-Anhalt beispielsweise in der Fläche", sagt er. Natürlich müsse ihr Lebensraum gefördert werden. Das Grundgesetz verpflichte die Politik sogar, gleichwertige Lebensverhältnisse zu schaffen. Egal ob Stadt oder Land. Wird das Versprechen wirklich eingelöst? Ist das überhaupt machbar? Welche Zukunft hat der ländliche Raum? Lohnt es sich wirklich, an die Heimat zu glauben? Antworten suchen die Autoren Nadja Storz und Julian Kanth in ihrer Reportage.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 10.09.2019 um 18:00 Uhr auf phoenix.