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Mauerjahre - Leben im geteilten Berlin (3)

Die Jahre 1967, 1968, 1969
Mittwoch, 10.07.2019 07:20 Uhr
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10.07.2019
07:20 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Der 13. August 1961 ist ein Tag, der das Leben der Berliner veränderte und der nicht nur in den Geschichtsbüchern, sondern auch im Gedächtnis vieler Menschen ein Einschnitt geblieben ist. An diesem Tag wurde die Stadt geteilt: Westberlin wurde abgeriegelt und eingemauert, die Menschen im Osten der Stadt konnten nicht mehr in den Westen. Die Mauer steht für eine Teilung im doppelten Sinne: die der Stadt Berlin und die Deutschlands in zwei Staaten. Das Leben in Berlin wird 28 Jahre lang geprägt durch die Mauer. Die Lage in Berlin ist über Jahrzehnte nicht nur von nationalem, sondern von internationalem Interesse.

Doch das Leben geht weiter in der geteilten Stadt - trotz Trennung, Kaltem Krieg und Konfrontation. Turbulent. Politisch. Bunt. Einfallsreich. Improvisiert. Mal Schauplatz der Weltpolitik und heftiger Auseinandersetzungen. Mal Biotop der Aussteiger und Andersdenkenden. Leben in Nischen voller Erfindungsreichtum. Keines der "Mauerjahre" in Berlin gleicht dem anderen. 1961 der Schock der Teilung, 1968 die Revolte der Studenten, 1973 die Weltfestspiele und viele andere Ereignisse prägen das Leben in Berlin.

Mauertote und Militäraufmärsche, Kennedy und Chruschtschow, David Bowie und Wolf Biermann - zahllose Ereignisse und Namen sind untrennbar mit dem geteilten Berlin verbunden. Die Lage ist Jahrzehnte lang nicht nur von nationalem, sondern auch von internationalem Interesse. Berlin ist Brennpunkt des Kalten Kriegs, Schauplatz der Weltpolitik und heftiger Auseinandersetzungen - aber auch Biotop der Aussteiger und Andersdenkenden, voller Leben in Nischen, voller Erfindungsreichtum. Im November 1989 "fällt" die Mauer, weil die DDR-Bürger es friedlich erzwangen. Von all dem und dem "normalen Leben" erzählen diese Dokumentarfilme.

1967 war das Jahr der Jugendbewegungen. In West-Berlin herrschte Aufbegehren, Tumult, Rebellion: Studenten gingen auf die Barrikaden. Während des Schah-Besuchs starb der Student Benno Ohnesorg durch eine Polizeikugel. Die Ost-Berliner Schülerin und Hobby-Poetin Regina Scheer erinnert sich an ihre Zeit in der Singebewegung, die für sie wie ein Tor in eine andere Welt war. Der West-Berliner Germanistik-Student Detlef Michel berichtet von seiner Suche nach einer Lebensform in solidarischer Gemeinschaft der Gleichen, in einer Kommune.

1968 marschierten Soldaten des Warschauer Paktes in die Tschechoslowakei ein, im Westen protestierten vor allem Studenten gegen den Vietnam-Krieg, die Springer-Presse und die Notstandsgesetze. Der linke Studentenführer Rudi Dutschke wurde niedergeschossen. Der Transitverkehr von West nach Ost entwickelte sich für die DDR-Regierung zur lukrativen Einnahmequelle. Der West-Berliner Michael Ludwig Müller erlebt die Studenten-Unruhen rund um die Springer-Presse hautnah mit. Toni Krahl, Oberschüler in Ost-Berlin, wird wegen Teilnahme an einer Demonstration gegen den Einmarsch der Roten Armee in Prag verhaftet.

1969 landete die amerikanische Raumfähre Apollo 11 auf dem Mond, Willy Brandt, Bürgermeister von West-Berlin, wurde zum Bundeskanzler gewählt und die DDR feierte ihren 20. Jahrestag mit der Eröffnung des Fernsehturms am Alexanderplatz. Zehntausende von Gastarbeitern kamen nach West-Berlin, vor allem aus der Türkei, wie der Friseurmeister Suleyman Ilkan, der als erster Türke eine Konzession für einen Friseurladen beantragte. Der 16 jährige Ostberliner Schüler Florian Havemann will sich nicht für die Rolling Stones verprügeln lassen. Doch die Meldung "Die Stones spielen auf dem Springer-Hochhaus!" entpuppt sich als Gerücht. Die Sendereihe dokumentiert den Alltag der Menschen in Berlin - Ost und West - von den Monaten vor dem Mauerbau 1961 bis zur Wiedervereinigung Deutschlands 1990. Sie erzählt, was damals bewegte. "Mauerjahre" ist eine Berlin-Chronik im Nachrichtenformat - kompakt, informativ und unterhaltsam. Zeitzeugen aus beiden Teilen schildern ihre "Mauerjahre" - Episoden aus dem Leben im gespaltenen Berlin. Keines der "Mauerjahre" gleicht dem anderen. 1961 der Schock der Teilung, 1967 Studentenunruhen, 1973 die Weltfestspiele, 1989 die Maueröffnung - all diese Ereignisse prägten das Leben in der Stadt. Mauertote und Militäraufmärsche, David Bowie und Wolf Biermann, John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow - zahllose Ereignisse und Namen sind untrennbar mit dem durch die Mauer geteilten Berlin verbunden. Die Lage in Berlin ist Jahrzehnte lang nicht nur von nationalem, sondern immer auch von internationalem Interesse. Berlin ist Brennpunkt des Kalten Kriegs, Schauplatz der Weltpolitik und heftiger Auseinandersetzungen - aber auch Biotop der Aussteiger und Andersdenkenden, voller Leben in Nischen, voller Erfindungsreichtum. Stets bleibt das unbändige Lebensgefühl der Berliner spürbar.

Der 4. Teil folgt am 11. Juli

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 10.07.2019 um 07:20 Uhr auf HR.

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Dokumentation/Reportage, Geschichte, Deutschland, DDR