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Der Sputnik-Schock

Raketenpoker im Kalten Krieg
Freitag, 26.07.2019 04:15 Uhr
phoenix
Freitag
26.07.2019
04:15 Uhr
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fragten sich: Wozu ist dieses Ding in der Lage? Kann es eine Bombe auf uns abwerfen? Kann es uns ausspionieren? Es war erschreckend." (Christopher Kraft / NASA Raumfahrtingenieur ) Die Tür zu einem neuen Zeitalter ist aufgestoßen. US-Präsident Eisenhower versucht Gelassenheit zu zeigen, geht demonstrativ Golf spielen und lässt mitteilen, dass ihm diese kleine Metallkugel im Kosmos keine Angst mache. Aber der Sputnik-Hype ist längst außer Kontrolle geraten. Die ganze Welt ist aus dem Häuschen. Panik, Schock, Ratlosigkeit, Faszination. Wie umgehen mit diesem welthistorischen Ereignis? Jahrelang hatte die Sowjetunion im Geheimen an der Sensation gebastelt und die Amerikaner im Glauben gelassen, beim Wettlauf in den Kosmos die Nase vorn zu haben. Das Sowjet-Reich vor Sputnik gilt vielen im Westen als ein industrielles und wissenschaftliches Entwicklungsland. Ein Vorstoß ins Weltall? Einfach unvorstellbar. Nun scheinen die Sowjets plötzlich sogar technologisch in Führung zu gehen. Meinungsforscher im Westen schlagen Alarm. Im Osten wird der Sputnik-Flug als Beleg für die Überlegenheit des Kommunismus gefeiert. Im DDR-Fernsehen jubeln nicht nur Leute wie Karl Eduard von Schnitzler. Die Brecht-Interpretin Gisela May singt im DEFA-Augenzeugen sogar einen brandaktuellen "Sputnik-Song". Im Westen schwankt die Stimmung. Schock, Faszination und Ernüchterung: "Vielen Dank Genosse Sputnik. Du warst für uns ein Schock, wie damals Pearl Harbour. Du hast uns im Innersten getroffen. Du hast uns plötzlich klar gemacht, dass wir nicht immer die Besten sind ..." (Gabriel Heatter / US Radiokommentator) Der "Sputnik-Schock" ist ein Film über den Wettlauf ins All, über Mythos und Wirklichkeit des ersten künstlichen Erdtrabanten. Ein Film auch über das Schicksal desjenigen, der den Sputnik erst möglich machte: Chefkonstrukteur Sergej Koroljow. Seinen Namen durfte die Welt erst erfahren, als er 1965 an der Kreml-Mauer als Held der Sowjetunion beigesetzt wurde. Alle Versuche, ihn für den Nobelpreis zu nominieren, waren an der Geheimniskrämerei der Kreml-Führung gescheitert. Ein Film über Sieger und Verlierer, über Hintergründe und Geheimnisse der ersten Kosmos-Expeditionen.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 26.07.2019 um 04:15 Uhr auf phoenix.

Details
Audio-Format
stereo
Bild-Format
16:9
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Audio-Beschr.
nein
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1564107300
Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, 50 Jahre Mondlandung