wältin in dem Spielfilm - verkörpert von Nadja Uhl - ist erfunden. Doch die Themen, die der Spielfilm aufgreift, beschäftigten Polizisten und Staatsanwälte auch im realen Leben. Denn Teile einiger Clans haben sich - in den 80er und 90er Jahren aus dem Libanon nach Deutschland gekommen - zu einer festen Größe der organisierten Kriminalität entwickelt. Ihre Mitglieder verdienen an Drogenverkauf, Prostitution, Schutzgelderpressung und spektakulären Raubzügen, so Ermittler. Vor allem in sozial schwachen Berliner Stadtteilen wie Wedding und Neukölln sind arabische Großfamilien zu Hause, einige Straßenzüge nach Darstellung von Insidern fest in ihrer Hand. "Probleme, mit denen wir hier in Neukölln kämpfen, gehen überwiegend zurück auf arabische Großfamilien", skizziert der stellvertretende Bürgermeister Neuköllns, Falko Liecke in der Dokumentation "Die Macht der Clans" seine Erfahrungen aus mehreren Jahren Arbeit als Bezirkspolitiker. Es gäbe in Neukölln Hotspots, in denen jugendliche Straftäter Straftaten sammelten "wie andere Briefmarken". Ermittlungen innerhalb der oftmals abgeschotteten Familien sind schwer. Der Name mancher Großfamilie reiche bereits, um Zeugen zum Verstummen zu bringen, heißt es bei der Berliner Staatsanwaltschaft. Denn: Clans haben ihre ganz eigenen Gesetze, den familiären Zusammenhalt stellen manche Clan-Mitglieder über Rechtsstaat und Grundgesetz. Polizei und Justiz - insbesondere in Berlin - schienen lange Zeit machtlos. Die Dokumentation "Die Macht der Clans" beleuchtet kriminelle Machenschaften einzelner Clanmitglieder. Politiker, Staatsanwälte, Islam-Experten und Vertreter der Polizei erklären, wie der Staat versucht gegen die Kriminellen aus den Clans vorzugehen und warum er dabei bisweilen an Grenzen stößt.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 24.06.2019 um 18:00 Uhr auf phoenix.