* USA: Wie fit ist Biden? Bei den Wahlkämpfern der US-Demokraten geht die Angst um: Wie fit ist der US-Präsident? Nach dem katastrophalen Auftritt im ersten TV-Duell dreht sich die politische Diskussion in den USA nicht mehr um Themen oder um die notorischen Lügen von Donald Trump - es geht nur noch um die Gesundheit von Joe Biden. Auch auf dem NATO-Gipfel wird jeder Satz des 81-jährigen Präsidenten genau verfolgt und kommentiert. Wie geht es weiter für die Demokraten? Der "Weltspiegel" analysiert die Auftritte Joe Bidens und die Möglichkeiten der Demokratischen Partei im Wahlkampf. * USA: Arizona - Trump und die Grenze zu Mexiko Am 15. Juli beginnt der Parteitag der US-Republikaner, auf dem Donald Trump zum Präsidentschaftskandidaten gewählt werden soll. Nach vier Jahren will er wieder zurück ins Amt und hat die Einwanderung zu einem seiner wichtigsten Themen gemacht. Und er kann auf viel Unterstützung für seine aggressive Rhetorik hoffen. Der demokratischen Regierung ist es nicht gelungen, ein erfolgreiches Konzept gegen illegale Einwanderung umzusetzen. Vor Ort sind selbst überzeugte Demokraten von Joe Bidens Einwanderungspolitik frustriert. Esther Mendelez-Lopez führt ein kleines Hostel in Santa Cruz County in Arizona, direkt an der Grenze zu Mexiko. Die leidenschaftliche Demokratin hat früher viel Zeit auf der anderen Seite verbracht. Der kleine Grenzverkehr gehörte für sie zum Alltag. Doch auch sie ist inzwischen gegen die vielen illegalen Einwanderer, weil sie aus ganz Südamerika kommen. "Wir wollen die nicht", sagt sie. Nicht weit entfernt - in Cochise County - betreibt John Ladd eine Farm an der Grenze. Er hat Trump gewählt und wird es wieder tun. Ihn treibt die Sorge vor Drogenschmugglern um. Die Demokraten haben nicht den politischen Willen und vor allem nicht die Kraft, die illegale Einwanderung zu stoppen. Davon ist er überzeugt. Der Weltspiegel berichtet in einer Reportage über die Stimmung an der US-Grenze zu Mexiko. * Brasilien: Die bessere Demokratie? Der Umgang mit dem Bolsonaro-Coup Die Polizistin Isabela Lisboa wird den 8. Januar 2023 nie vergessen. An diesem Tag tut sie Dienst im Regierungsviertel der Hauptstadt Brasilia. Die Ergebnisse der Präsidentenwahl im Oktober 2022 sind bekannt, der Rechtspopulist Bolsonaro hat die Wahl gegen den linken Kandidaten Lula da Silva knapp verloren. Wie Donald Trump zwei Jahre zuvor behauptet der Rechtspopulist, die Wahl sei ihm gestohlen worden. Dann stürmen 4.000 seiner Anhänger den Präsidentenpalast, verwüsten das Gebäude. Im letzten Moment kann Isabela Lisboa eines der wichtigsten Eingangstore schließen: "Ein Mann hat gegen das Tor getreten und mich auch getroffen", erinnert sie sich. Eine Situation, die dem Sturm auf das US-Capitol nach Donald Trumps Wahlniederlage ähnelt. Aber in Brasilien reagieren die Menschen und die staatlichen Institutionen entschlossener: Vertreter aller Parteien, Verfassungsrichter und der gewählte neue Präsident treten gemeinsam auf, stellen sich gegen die Anhänger Bolsonaros. Die Mehrheit im Land solidarisiert sich: 93 Prozent lehnen den Angriff ab, viele haben Sorge vor einer neuen Militärdiktatur, wie sie in Brasilien schon von 1964 bis 1985 autoritär regiert hat. Der abgewählte Präsident Bolsonaro wird vor Gericht gestellt, wegen Machtmissbrauchs angeklagt. Bis 2030 darf er jetzt in kein politisches Amt gewählt werden. Und in Brasilien wundern sich viele über ihre wehrhafte Demokratie. Der "Weltspiegel" analysiert die Reaktion der Brasilianer im Vergleich mit der Situation in den USA nach dem Sturm auf das Capitol. * Ecuador: Drogen für Europa - Kokainschwemme aus Südamerika Als deutsche Ermittler vor einigen Wochen den Fund von 35 Tonnen Kokain vermelden, wird deutlich, wie groß die Drogenmenge inzwischen ist, die aus Südamerika auf den europäischen Markt geschmuggelt wird. Internationale Kartelle arbeiten zusammen, um das illegale Milliarden-Geschäft möglichst geräuschlos abzuwickeln. Gewalt ist Alltag in der Welt der Drogen-Banden.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 14.07.2024 um 18:30 Uhr auf tagesschau24.