Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Sowjets diese Siedlung errichtet. Ein internationaler Vertrag von 1920 gab ihnen das Recht dazu. Über 50 Jahre lang gruben Russen und Ukrainer Steinkohle aus dem Berg, der der Siedlung Namen und Leben gab. Sie führten ein Dasein unter widrigen Umständen in der kalten Arktis. Der Traum vom blühenden Sozialismus auf Spitzbergen zerbrach nach dem Ende der Sowjetunion. 1998 schloss Russland die Siedlung, weil der Bergbau nicht mehr rentabel war. Nun interessieren sich andere für die moderne Ruine. Archäologen und Fotografen erforschen die Hinterlassenschaften der kommunistischen Kohlearbeiter, und sie finden Spuren vergangenen und neuen Lebens. Möwen siedeln in den Fensterhöhlen der sozialistischen Wohnblocks. Arbeiter versuchen, den Ort als Touristenmagnet für Spitzbergen-Reisende aus aller Welt wieder herzurichten. Und wo früher Förderbänder dröhnten oder der nördlichste Konzertflügel der Welt erklang, suchen junge Musiker heute den neuen "Sound" von Piramida.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 01.06.2019 um 04:15 Uhr auf phoenix.