

1990 scheint die Wirtschaft des Ostens für den Westen so unbrauchbar wie der Trabant. Alles wird neu geordnet - nach den politischen und wirtschaftlichen Vorgaben des Westens. Doch der Osten bleibt attraktiv, und zwar als Markt, den die gut aufgestellte Westwirtschaft problemlos mit versorgen kann. Die Folgen der kompletten De-Industrialisierung des Ostens sind bis heute spürbar. Die Ostwirtschaft ist kleinteilig, schwach, forschungsfern - die Steuereinnahmen der Länder und Kommunen reichen an den meisten Orten für kaum mehr als die Hälfte der notwendigen Ausgaben. Ein Ende der Transferleistungen ist nicht in Sicht. Ost- und Westwirtschaft sind weit voneinander entfernt.
Doch es gibt auch gute Nachrichten: Es haben sich mehr Unternehmen entwickelt als viele denken. Kleinere, mittelständische Strukturen prägen das wirtschaftliche Gesicht des Ostens. Allerdings hätten es noch viel mehr sein können. Einer der Star-Ökonomen dieses Landes, Professor Hans Werner Sinn, kann bis heute seine Erregung kaum z
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 04.05.2019 um 21:47 Uhr auf tagesschau24.