"Der Platz war die schönste Arbeitsaufgabe in meinem Leben", sagt Bauingenieur Reiner Halle und meint den Riebeckplatz in Halle. Vor 100 Jahren ist er ein strahlend schöner Stadtplatz, das gründerzeitliche Eingangstor zu Halles Innenstadt. Doch später, in der DDR, erlebt der Platz einen radikalen Wandel. Die Industriestadt Halle an der Saale, Zentrum des mitteldeutschen Chemiedreiecks, will sich nach dem 2. Weltkrieg mit Macht zur sozialistischen Vorzeigestadt umbauen.
Hochhausscheiben und breite Alleen statt mittelalterlicher Struktur - so stellen sich die Stadtplaner das moderne Halle vor. Nur Geldmangel verhindert die vollständige Umsetzung dieser Pläne. Ab 1965 wird der Riebeckplatz - der längst Ernst-Thälmann-Platz heißt - umgestaltet. Bis zur Unkenntlichkeit, wie selbst ein DDR-Dokumentarfilm aus dem Jahr 1969 verkündet. Freilich gilt das damals als positives Zeichen.
Am Thälmannplatz laufen alle wichtigen Fernverkehrsstraßen der Chemieregion zusammen. Schon in den 1960er-Jahren gilt er
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 04.05.2019 um 11:45 Uhr auf MDR.