

Im Russland der 1910er Jahre bricht eine kleine Gruppe visionärer Maler mit der Vergangenheit, wirft die ästhetischen Normen ihrer Zeit über Bord und wählt die radikale Abstraktion. Die vom Kubismus beeinflussten Künstler Kasimir Malewitsch und Wladimir Tatlin erschaffen eine neue Form der Kunst, die jedweder Gegenständlichkeit entsagt.
In ihrem Gefolge nutzt eine ganze Generation innovativer Künstler die gewaltige Aufbruchsstimmung, die das Land im Revolutionsjahr 1917 erfasst hat. Nach der Machtergreifung der Bolschewisten wenden sich Lissitzkij, Rodtschenko und Stepanowa oder auch Kluzis von der Malerei ab und experimentieren in den Bereichen Architektur, Grafik und Fotomontage mit neuen Ausdrucksformen.
Mit ihren Werken will die Avantgarde zum gesellschaftlichen Wandel und zum Aufbau des Sozialismus beitragen. Damit wird sie zum Aushängeschild der UdSSR im Ausland. Unter Stalin erstirbt diese Freiheit. Im Namen des sozialistischen Realismus müssen die Künstler zu massentauglichen Alltagsthemen
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 14.04.2019 um 05:05 Uhr auf arte.