

Sommer 2016 in Detmold. Die junge Deutsch-Tschetschenin Fatima verlässt mit ihrem Mann, dessen Zweitfrau und drei kleinen Kindern ihre Wohnung. Für immer. Ihr Ziel: der Irak. Ihr Mann hatte als Industriemechaniker bei Nixdorf gearbeitet. Doch seine Ziele lagen offensichtlich woanders. "Geh zum Islamischen Staat, die brauchen Leute wie Dich", soll sein Schwiegervater gesagt haben. Eine Radikalisierung, mitten in Deutschland.
Heute ist der Ehemann der jungen Tschetschenin tot. Gefallen vor Mossul im Irak. Die Kinder sind verschollen. Und Fatima wurde in Mossul verhaftet. Zwischen Kämpfern und Selbstmordattentätern, an der Front. Der Generalbundesanwalt ermittelt gegen sie wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung.
Zehntausende Tschetschenen leben in Deutschland. Geflüchtet vor Krieg, Gewalt und Verfolgung in ihrem Heimatland. Die meisten wollen friedlich hier leben. Doch immer wieder geraten Tschetschenen in Deutschland im Zusammenhang mit Terrorismus und Kriminalität in die Schlagze
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 17.04.2019 um 22:10 Uhr auf WDR.