Als der Baron Johann Wilhelm von Müller einen Begleiter für seine Afrika-Expedition sucht, ergreift der damals 18-Jährige die Chance seines Lebens. Während der fünfjährigen Expedition und später weiterer Forschungsreisen in ferne Länder beobachtet und beschreibt er akribisch genau die Tiere der Wildnis, notiert seine Eindrücke über ihr Wesen, Verhalten und ihre Lebenswelt, um sie den Menschen näher zu bringen.
Als eigenwilliger Zoodirektor in Hamburg und Leiter des Berliner Aquarium Unter den Linden setzt sich Alfred Brehm gegen Widerstände für moderne Tierhaltung ein. Er betrachtet die Tiere als Persönlichkeiten und erkennt ihre erstaunliche Intelligenz. Tiere würden miteinander kommunizieren, hätten ein Seelenleben, könnten denken und sogar fühlen. Seine Erzählungen und Charakterbilder sind Bestseller des 19. Jahrhunderts. Sein berühmtes Nachschlagewerk "Brehms-Tierleben" wird Weltliteratur, doch von Kirche und Wissenschaft belächelt und zerrissen, weil er die Tiere "vermenschlichte".
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 08.08.2024 um 23:10 Uhr auf MDR.