

John Ford gilt als der Inbegriff des Western-Regisseurs und steht für ein einzigartiges cineastisches Jahrhundertwerk. Wie kein anderer beleuchtet er die Identität des amerikanischen Volks, seine Gründungsmythen und Helden, Utopien und verlorenen Illusionen. In seinen Filmen zeichnete Ford ein Bild vom Amerika seiner Träume: einem Land, in dem Menschlichkeit und Solidarität großgeschrieben werden und das Leben lebenswert ist. Mit den Jahren wurde die Sichtweise des Regisseurs ambivalenter, was sowohl dem Lauf der Geschichte als auch Fords persönlichem Werdegang geschuldet ist. Als Sohn irischer Einwanderer strebte er stets nach gesellschaftlicher Anerkennung und stand dem Establishment zugleich kritisch gegenüber. Das Trauma des Zweiten Weltkriegs prägte ihn zutiefst; Gewalt und die Unterdrückung von Minderheiten waren ihm ein Gräuel.
Der franko-amerikanische Regisseur Jean-Christophe Klotz analysiert repräsentative Ausschnitte aus großen Ford-Filmen - angefangen von den ersten, von der Weltwirt
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 10.04.2019 um 02:05 Uhr auf arte.