

Lotte Lenyas "Seeräuber-Jenny" aus der "Dreigroschenoper" von Bertolt Brecht und Kurt Weill hat Theatergeschichte geschrieben. Lenya sang die Ballade in der Uraufführung 1928 in Berlin, in der Verfilmung von G. W. Pabst 1931 und erneut in den 50er Jahren in der Broadway-Inszenierung der "Threepenny Opera". Bis heute gilt sie als eine der wichtigsten Interpretinnen des Brecht/Weill-Musiktheaters.
Ihre Karriere beginnt im Berlin der 20er Jahre, als sie ihrem zukünftigen Ehemann, dem Komponisten Kurt Weill, begegnet. Weill erkennt ihre große sängerische Begabung und konzipiert Rollen speziell für Lenya, die zu einer Ikone der Goldenen Zwanziger Jahre aufsteigt.
1935 flieht das Paar nach New York, wo Weill mit "Knickerbocker Holiday" und anderen Musicals kommerzielle Erfolge am Broadway feiert. Doch erst durch die Darbietung von Lenya werden Lieder wie "September Song" oder "Speak Low" zu Klassikern.
Nach Weills frühem Tod 1950 widmet Lenya sich dem Erhalt seines umfangreichen OEuvres und verhilft sein
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 05.08.2024 um 02:40 Uhr auf arte.