

Ein Kinderumzug, ein Hemdglunkerumzug und das Verbrennen des letzten Meckerers mit Freudensprüngen der Hexen durchs Feuer, so verläuft der Schmutzige Donnerstag in Furtwangen im Schwarzwald. Es ist ein Höhepunkt der traditionsreichen Fasnacht. Die Vorbereitungen auf die facettenreiche fünfte Jahreszeit starten im Herbst mit dem Suchen von Baumbart, einer seltenen Flechtenart, die der sagenumwobene Bodenwälder für sein uriges Gewand braucht. Die Spättle-Hansele häkeln hunderte Spättle für ihr eigenes unverwechselbares Häs.
Zum offiziellen Beginn der schwäbisch-alemannische Fasnet am Dreikönigstag klepfen bereits die Fuhrkigili mit ihren Peitschen die Fasnacht herbei. Siebzehn Tage vor Aschermittwoch wird der Narrenbaum gesetzt und der Bürgermeister in einem stimmungsvollen Zeremoniell seines Amtes enthoben. Nach dem großen Umzug durch die Stadt am Fasnachtssonntag feiern die Narren in den Wirtschaften und Kellern der Stadt bis zum Aschermittwoch durch. Die Fasnet endet am Narrenbrunnen. Nach einem Trauermarsch in Schwarz werden die leeren Geldbeutel gewaschen - in der Hoffnung, dass sie sich wieder bis zur nächsten Fasnacht in Furtwangen füllen mögen. Närrische Wochen im Südwesten
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 04.03.2019 um 18:15 Uhr auf SWR.