

Die Abgasgrenzwerte für Pkw werden nicht nur in Stuttgart überschritten. Auch in kleineren Städten leiden besonders Kinder, Kranke und alte Menschen unter den Giften aus dem Auspuff. Laut Umweltbundesamt werden an fast jeder dritten offiziellen Messstation die Jahresgrenzwerte für Stickstoffdioxid überschritten. Die Sendung geht der Frage nach: Was kann getan werden, um die Belastungen zu reduzieren? Doch in vielen kleineren Städten gibt es gar keine Messstationen der Behörden. Daher weiß auch niemand, wie gut oder schlecht die Luft dort ist. So wurden die Zuschauer aufgerufen, selbst vor ihrer Haustüre zu messen.
In über 240 Städten und Gemeinden beteiligen sich Zuschauer. Doch wie soll man mit den Messergebnissen umgehen? Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe kämpft juristisch gegen die Abgase. An vielen Gerichten hat er schon Erfolg gehabt: Die Städte werden reihenweise dazu verurteilt, schneller Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Bewohner vor den Gesundheitsgefahren zu schützen. Doch die verantwortlichen Lokalpolitiker und auch die Landesregierung zögern. In Baden-Württemberg denken führende Politiker darüber nach, Rechtsmittel gegen das Stuttgarter Urteil einzulegen. Mit Fahrverboten, Tempolimits und Umweltzonen macht man sich nicht beliebt. Lieber lassen sich die Städte von der EU abmahnen. Und freiwillig lässt kaum jemand sein Auto stehen. Filmautor Claus Hanischdörfer will herausfinden, wie gefährlich die Abgasbelastung ist, er trifft Verursacher und Betroffene, spricht unter anderem mit Kinderärzten und Wissenschaftlern, die das Krebsrisiko erforschen. Sie untersuchen aber auch, was der einzelne tun kann, um seine persönliche Schadstoffspur zu verringern, welche Alternativen für die Mobilität der Zukunft es gibt.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 06.03.2019 um 21:00 Uhr auf HR.