

Mehr als ein Viertel der Menschen, die in Deutschland leben, haben einen Migrationshintergrund. Kann es sein, dass viele von ihnen beim Arzt oder im Krankenhaus schlechter behandelt werden? Aufgrund von Vorurteilen, mit zum Teil lebensgefährlichen Folgen?
Im Gesundheitswesen kursiert immer noch der Begriff "Morbus Mediterraneus", der abwertend "aufgebauschtes Leiden bei Südländern" beschreiben soll. Medizinisches Standardgerät funktioniert nicht zuverlässig auf dunkler Haut. Und viele Ärzte haben nie gelernt, dass manche Krankheiten bei Schwarzen anders zu diagnostizieren sind als bei Weißen. Die medizinische Norm, auch in den Lehrbüchern, ist nach wie vor der weiße, westeuropäische Patient. Fehldiagnosen und schwere Krankheitsverläufe können die Folgen sein.
So war es bei Remziye T. aus Niedersachsen. Ihre entzündete Herzklappe blieb lange unerkannt, weil Ärzte ihre Schmerzen nicht ernst genug nahmen. Als endlich die richtige Diagnose vorlag, war es zu spät für eine medikamentöse Behandlun
Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 04.08.2024 um 12:15 Uhr auf tagesschau24.