

Entlang der indischen Westküste erstrecken sich die Westghats auf über 1600 Kilometern. Die Bergkette bildet eine natürliche Barriere für die vom Ozean heranziehenden feuchten Luftmassen.
Sie bekommt so viel Regen wie kaum eine andere Gegend Indiens. Der dortige tropische Regenwald bietet besonderen Tieren und Pflanzen Lebensraum. Der vom Aussterben bedrohte Bartaffe teilt sich die Früchte der Urwaldbäume mit Languren und Riesenhörnchen.
Am Boden des Dschungels leben Schlangen - unter anderem die "Herrscherin des Dschungels", die Königskobra.
Die Menschen haben sich die hervorragenden Wachstumsbedingungen in den Westghats schon lange für die Landwirtschaft zunutze gemacht. Die Produkte der Plantagen werden von hier aus in die ganze Welt verschifft.
Elefanten kommen auf ihren Wanderungen oft zu nah an menschliche Siedlungen und Felder, die in ihren traditionellen Wandergebieten liegen. Auch Königskobras, wenn sonst auch scheue Tiere, verirren sich manchmal in menschliche Behausungen - eine Gefahr für beide Seiten.
In Westindien gibt es Traditionen, die die Verbindung von Tieren und Menschen feiern. Beim Volk der Karube führen junge Männer in Tigerkostümen und von Musikern begleitet den Tigertanz Hulivesha auf: Neun Tage lang wird dieses Fest zu Ehren des Tigers gefeiert. Indien - einzigartig in seiner Vielfalt und atemberaubend schön. Der Subkontinent ist geprägt von landschaftlicher, kultureller und ethnischer Verschiedenartigkeit. Nach China ist Indien das zweitbevölkerungsreichste Land der Erde.
Doch trotz wachsenden Raumbedarfs gibt es Bemühungen, die Wildnis durch Naturreservate und Schutzzonen zu bewahren. So bietet Indien noch immer Lebensraum für seltene Tierarten wie den Bengaltiger oder den indischen Elefanten. Die Reihe "Indiens wilde Schönheit" führt zu den spektakulärsten und schönsten Regionen und ihren Bewohnern.
Film von Hannah Hoare
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 12.03.2019 um 03:00 Uhr auf PHOENIX.