

Italien, das klassische Reiseland der Bildungstouristen, entwickelte sich nachdem Krieg zu einem Land der Tourismusindustrie. Einerseits ermöglichte derwirtschaftliche Boom den Italienern den ritualisierten August-Urlaub am Meer - bis in die 90er Jahre waren italienische Urlauber ihrem Heimatland treu.
Es sind vor allem die 50er, 60er und 70er Jahre, in der die europäische Nachkriegswirtschaft boomte, die Kaufkraft der Bürger wuchs, in der Fortschrittsenthusiasmus und Technikgläubigkeit (noch) die treibenden Kräfte sind. Es ist die Zeit, in der gigantische Bettenburgen an Strände und in Berglandschaften gesetzt wurden, um das "Tourismus-für alle"-Versprechen wahr zu machen. Das ehemals der Oberschicht vorbehaltene Privileg des Reisens wurde zu einem Volkssport. Es entstanden spezielle Regenerationsorte, auch Dörfer, die sich emotional und visuell in das kollektive Gedächtnis von Generationen eingelagert haben wie die wechselnden Sommerhits dieser Zeit. Diese riesigen Freizeitmaschinerien, die in Ost
Die Sendung wird ausgestrahlt am Freitag, den 02.08.2024 um 02:35 Uhr auf MDR.