hlich aber gibt es klare Pläne, um für die Rohstoffgewinnung im Amazonasgebiet und für die Agrarlobby den Regenwald weiter zu reduzieren. Präsident Temer will Schutzgebiete wie den Jamanxim Nationalpark verkleinern lassen. Das hat Norwegens Regierung jetzt dazu bewogen, ihren Anteil an finanzieller Unterstützung am Amazonas-Fond für den Schutz des Regenwaldes zu kürzen.
Vor Ort herrscht ein Klima wie im Wilden Westen. Illegale Holzfäller schaffen Fakten, Großgrundbesitzer, die mehr Weidefläche für ihr Vieh brauchen und größere Anbaugebiete für ihr Soja, lassen einfach roden. Und oftmals haben sie die Rückendeckung der Regierung in Brasilia. Rücksicht auf Menschen, die in oder an diesen Gebieten leben, wird keine genommen. Reservate von Indios werden kleiner. Kleinbauern oder Gummizapfer werden mit Morddrohungen konfrontiert. Im Bundesstaat Rondonia, in dem ARD-Korrespondent Michael Stocks und sein Team gerade unterwegs war, gab es im letzten Jahr 21 solcher Morde. Elizeu Berçada, ist dort ein Umweltaktivist, kämpft für den Regenwald und versucht zu dokumentieren, was sich vor Ort abspielt. Er setzt sich für die Rechte der Gummizapfer ein. Das missfällt seinen Gegnern. Vier Mal schon gab es Versuche, ihn zu erschießen.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, den 05.03.2019 um 18:00 Uhr auf PHOENIX.