Schnell mal zum Notarzt

Ein hessenreporter von Christian Gropper

Quelle: ARD-Pressebild

Die allermeisten Patienten in Notambulanzen sind in Wahrheit keine Notfälle. Für die wirklich schweren Fälle bleibt dann zu wenig Zeit. Viele suchen bei Krankheit sofort die Notfallambulanz auf, weil sie keinen Hausarzt haben oder es Monate dauert, bis sie bei Fachärzten vorgelassen werden. Viele kommen, weil die Notambulanz abends und am Wochenende geöffnet ist, wenn Hausärzte geschlossen haben. Die eigentlich zuständigen ärztlichen Bereitschaftsdienste funktionieren oft nicht gut oder sind nur mäßig mit Medizintechnik und Fachkunde ausgestattet.

Es kann vorkommen, dass ein Patient mit Knochenbruch auf einen Hals-, Nasen-, Ohrenarzt trifft. Für die Krankenhäuser ist die Lage vertrackt. Sie betreiben großen Aufwand an Technik und Personal, den sie für die Massen harmloser Alltagspatienten nicht bezahlt bekommen. Doch Versuche, die Kranken frühzeitig in Richtung des zuständigen ärztlichen Bereitschaftsdienstes zu lenken, funktionieren schlecht.

Ein Schalter als Eingang der Darmstädter Ambulanz, an dem die einfachen Fälle zur nahegelegenen Bereitschaftszentrale gelenkt werden sollen, ist oft verwaist. Es fehlt an Personal, so dass Patienten lange warten müssen und hochqualifizierte Notfallmediziner sich mit schweren Schnupfen-Fällen befassen müssen.

Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 11.02.2019 um 11:05 Uhr auf HR.

11.02.2019
11:05
Livestream
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Audio-Beschreibung: nein
Hörhilfe: ja
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Schlagwörter:Dokumentation/Reportage, Gesundheit/Medizin, Menschen im Alltag, Ausbildung/Beruf
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