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Kippa - die Reportage

Antisemitismus in Deutschland
Donnerstag, 31.01.2019 08:30 Uhr
PHOENIX
Donnerstag
31.01.2019
08:30 Uhr
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Der Kurzfilm "Kippa" erzählt mit den Mitteln des Spielfilms - basierend auf einem wahren Fall - von antisemitischem Mobbing und Gewalttätigkeiten gegen einen jüdischen Mitschüler an einer deutschen Schule. "Kippa", der als Abschlussfilm an der Hamburg Media School (HMS) entstand, feierte in Hamburg seine Uraufführung. Im Vorfeld drehten die Filmemacher einen Recherchefilm, um antisemitische Phänomene in Deutschland faktisch und wahrhaftig darstellen zu können. Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus zeigt phoenix den Recherchefilm "Kippa - die Reportage".

In diesem, in Kooperation mit phoenix und der HMS, entstandenen Recherchefilm gehen Autor und Regisseur Lukas Nathrath und Leonard Lokai (Kamera & Montage) der Frage nach: Wie viel Antisemitismus gibt es noch - oder wieder - in Deutschland? Welche Vorurteile und welche Formen der Diskriminierung gegen Juden existieren seit Jahrzehnten, trotz einer "Erinnerungskultur" nach dem Holocaust, die sich ein "Nie Wieder" auf die Fahnen geschrieben hat? Und inwiefern tragen neue Mitglieder der deutschen Gesellschaft zur derzeitigen Welle von Antisemitismus bei? Durch Erfahrungsberichte aus erster Hand versucht die Reportage, individuelle Antworten auf diese Fragen zu finden und ein aktuelles Stimmungsbild darzustellen.

Dabei erzählen verschiedene Gesprächspartner von ihren persönlichen Erlebnissen und ihrem Umgang mit Antisemitismus - von scheinbar beiläufigen Kommentaren und subtilen Demütigungen bis zu offenen, aggressiven judenfeindlichen Übergriffen. Darunter ein Vater, der seinen Sohn vor dem Mobbing seiner Mitschüler zu schützen versucht, eine Pädagogin, die verbal im Unterricht attackiert wird, die Gründerin eines interkulturellen Jugendnetzwerks, die sich erinnert, wie sie in ihrer Schulzeit gesagt bekam: "Hier dürfen keine Juden sitzen", eine in Deutschland lebende Filmemacherin aus Tschetschenien, die über den Judenhass in ihrer eigenen Familie berichtet, ein Psychologe, ein Restaurantbetreiber, sie alle reflektieren und analysieren ihre Erfahrungen mit Antisemitismus.

Die Attacken kommen aus vielen Richtungen: von Rechts- und Linksextremen, aus bestimmten muslimischen Milieus - und aus der Mitte der deutschen Gesellschaft. Dabei wird auch deutlich, wie sich vermeintliche Israelkritik mit Antisemitismus verstrickt: "Bereits mit 12 Jahren galt ich als Außenministerin des Staates Israel", sagt eine Gesprächspartnerin. "Siehst du, die Juden sind auch nicht besser als die Nazis", hat ein anderer Zeitzeuge immer wieder mit Bezug auf Israel gehört. Sophie Brüss, Beraterin der Servicestelle "SABRA" für Betroffene von Rassismus und Antisemitismus, erzählt über die Passivität der Außenstehenden, die sie dabei oft im Zusammenhang mit antisemitischen Angriffen erlebt: "Dass es Menschen drum herum gibt, die einfach nicht einschreiten und es als selbstverständlich erachten, dass es sowas gibt, das ist neben der Verletzung, die man sowieso erfährt, eigentlich noch die viel größere. Man denkt: Ich bin komplett alleine."
Dieser Film "Kippa - die Reportage" versucht, den Betroffenen das Gefühl zu geben, dass sie nicht alleine sind.

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 31.01.2019 um 08:30 Uhr auf PHOENIX.

Details
Audio-Format
stereo
Bild-Format
16:9
Farbe
farbe
Audio-Beschr.
nein
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nein
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nein
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nein
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1548919800
Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Menschen im Alltag, Holocaust-Gedenktag, Kurzfilm/Videokunst