In seinen Räumen befindet sich der Besucher inmitten von hüpfenden, rennenden und schwimmenden Kreaturen aus Plastik, Metall, Motoren und Sensoren: Stumpy, Wanda und Puppy etwa heissen ein Tanzroboter, ein Roboterfisch und ein Hündchen aus Blech. Sie warten in mehrfacher Ausführung - zum Teil aktionsbereit, zum Teil in die einzelnen Bestandteile zerlegt - die nächsten Experimente ab. Angefangen hatte der diplomierte ETH-Physiker seine Forscherkarriere eigentlich am Psychologischen Institut der Universität Zürich, bevor er an die ETH wechselte. "Ich mühte mich ab, Träume im Computer simulieren zu wollen", lacht Rolf Pfeifer heute. Nach einem Abstecher in die USA wurde er Mitte der 1980er-Jahre an die Universität Zürich berufen - als Professor für Informatik. "Eine unserer wichtigsten Erkenntnisse ist, dass Intelligenz nicht etwas ist, was sich vor allem hier oben im Kopf abspielt, sondern verteilt ist im ganzen Organismus", sagt Rolf Pfeifer. Diese Idee setzt sich zunehmend durch. Die Roboterbauer weltweit greifen deshalb vermehrt auf die Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften, der Entwicklungspsychologie, der Biomechanik und den Materialwissenschaften zurück. Und letztendlich baut Rolf Pfeifer Roboter, um zu verstehen, wie der Mensch funktioniert. - Die Intelligenz des Körpers - Rolf Pfeifer, Robotiker
Die Sendung wird ausgestrahlt am Mittwoch, den 06.02.2019 um 11:20 Uhr auf Schweiz 1.