

Europas Kulturlandschaft bietet einer überraschenden Vielzahl von wilden Tieren einen Lebensraum. Doch viele dieser Arten sind vom Aussterben bedroht. Zum Beispiel die Feldhamster in Deutschland. Im Heidelberger Zoo steht Deutschlands einzige Zuchtstation für Feldhamster. Hunderte Hamster werden jedes Jahr freigelassen. Theo Pagel erfährt, dass die Tiere nur überleben, weil die Naturschützer Verträge mit Landwirten abschließen.
Schon besser sieht es bei einem der ältesten Artenschutzprojekte in Europa aus: In den österreichischen Alpen beobachtet Theo Pagel den größten Vogel Europas, den Bartgeier. Er galt früher als Knochenbrecher und Lämmerdieb und wurde gnadenlos gejagt. Seitdem aber die Nachzucht der imposanten Tiere in Zoos gelingt, leben wieder mehr als 200 der prächtigen Vögel in dem europäischen Gebirgsmassiv.
In Spanien besucht Theo Pagel das teuerste Nachzuchtprojekt Europas: In Andalusien wird die seltenste Wildkatzenart Europas, der Pardelluchs, unter strengen Sicherheitsvorkehrungen gepflegt und ausgewildert. Damit das Erfolg hat, müssen die Luchse in speziellen Kursen das Jagen lernen. Und die Luchsschützer müssen dafür sorgen, dass die freigelassenen Katzen auch genügend Beutetiere finden. Thema: Tierwelten
Was haben Feldhamster, Elefanten und Seekühe gemeinsam? Alle drei Tierarten sind in freier Wildbahn immer seltener anzutreffen. Der ARTE Tierweltentag am 29. Dezember führt den Zuschauer rund um den Globus zu seltenen und gefährdeten Wildtieren - und stellt innovative Projekte vor, die ihnen das Überleben sichern.
Theo Pagel führt den Zuschauer hinter die Kulissen dieser faszinierenden "Arche-Projekte" und berichtet von Erfolgen und Problemen. Der Zoodirektor ist überzeugt: Zoologische Gärten spielen mit ihrem Wissen über die Tiere eine immer wichtigere Rolle bei der Rettung bedrohter Arten. Ein Film mit einzigartigen Aufnahmen seltener Tiere und überraschenden Einsichten.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Samstag, den 05.01.2019 um 03:05 Uhr auf arte.