

Stephanie Müller-Spirra startet in Torbole ihre Tour mit einem Boot, dem Fortbewegungsgerät, das die Faszination Lago di Garda am besten erklärt. Segellehrer Gabriele Ghirotti ist mit dem See bestens vertraut und weiß genau, was es mit den Winden Vento und Ora auf sich hat. In Riva wird das Sportgerät gewechselt: Stefania Oradini, die Fremdenverkehrschefin vom Valle di Ledro, zeigt Stephanie mit dem Fahrrad die Schönheiten der Gegend. Sie fahren die alte Ponale-Straße, die über 11 Kilometer und 600 Höhenmeter hinauf zum Ledrosee führt. Eine Strecke der Extraklasse, an überhängenden Felsen vorbei, durch unbeleuchtete Tunnel, immer den Gardasee im Blick, der mit jedem Höhenmeter kleiner wird.
Den ersten Zwischenstopp gibt's in Biacesa. Familie Armanini züchtet im Gebirgsbach Forellen und Saiblinge, die sie geräuchert im Hofladen verkaufen. Eine Verkostung ist da unvermeidlich! Es geht stetig bergauf bis zum Dörfchen Prè, das drei Monate im Jahr im Schatten der Berge Loera und St. Valentina liegt. In Prè hat Stefania etliche Herren im Ruhestand aktiviert - die traditionellen Nagelschmiede. Früher waren die Schmiede vom Ledrotal hoch angesehen für ihre Art, die schweren ledernen Bergschuhe mit speziellen Nägeln zu beschlagen.
Nach stetiger Auffahrt ist das Ziel erreicht: der Ledrosee. 1929 wurde der See zur Stromgewinnung "angezapft" und es kam eine archäologische Sensation zum Vorschein: die Reste einer Pfahlbausiedlung aus dem Jahre 1709 v. Chr. Heute ist hier ein Museum. Schließlich reißen sich Stephanie und Stefania von der traumhaften Bergkulisse los und genießen die Schussfahrt hinab nach Riva, der "Hauptstadt" des nördlichen Gardasees.
Die Sendung wird ausgestrahlt am Donnerstag, den 10.01.2019 um 14:15 Uhr auf BR.