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Zensierte Stimmen

Dokumentarfilm von Mor Loushy (Censored Voices)
Sonntag, 06.01.2019 23:30 Uhr
RBB
Sonntag
06.01.2019
23:30 Uhr
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Bildquelle: Pressebild (ard2017)
Bildquelle: Pressebild (ard2017)

Der Sechstagekrieg endete 1967 mit dem Sieg Israels. Der jüdische Staat schien nun gesichert. Im Triumph des siegreichen Augenblicks gab es kaum jemanden, der die Konflikte der Zukunft hätte voraussehen können. Doch schon damals gab es die Stimmen der Soldaten. Die jungen Männer waren als Sieger in ihre Häuser zurückgekehrt, viele jedoch verwirrt, traumatisiert, voller Angst und Schuldgefühle.

Amos Oz war damals noch kein international gefeierter Schriftsteller. Er war ein einfacher Soldat, der am Sechstagekrieg teilgenommen hatte und nach Kriegsende fühlte, dass sich hinter der Euphorie noch etwas anderes verbarg.

Mit einem Tonbandgerät ausgerüstet, begab sich Amos Oz mit Abraham Shapira in die Kibbuze des Landes und fragte die Männer nach ihren Kriegserlebnissen. Die Soldaten beschrieben sich selbst als zerrissen zwischen dem Gefühl des Triumphes und dem Gefühl von Schmerz, Scham und Unheil. Aufgrund ihrer Brisanz wurden die Tondokumente von der israelischen Armee zensiert.

Nach Ablauf der fast 50 Jahre währenden Zensur lässt der Dokumentarfilm "Zensierte Stimmen" die Stimmen wieder aufleben. Sie erzählen, was Krieg bedeutet - in einem universellen Sinne. Zum Tode von Amos Oz

Textquelle: Presseportal

Die Sendung wird ausgestrahlt am Sonntag, den 06.01.2019 um 23:30 Uhr auf RBB.

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Schlagwoerter
Dokumentation/Reportage, Israel, Porträt/Biografie, Literatur