Erich Kästner verkörpert wie kaum ein anderer deutscher Autor den Typus des unantastbaren Schriftstellers. Generationen von Lesern sind mit ihm aufgewachsen. Mit 'Emil und die Detektive' (1929) revolutioniert er die Kinderbuchliteratur.
1899 kommt Erich Kästner in Dresden zur Welt. Seine Mutter Ida ist schwermütig, immer wieder muss der Junge sie davon abhalten, in die Elbe zu springen. Daraus erwächst ein ungewöhnlich enges Verhältnis.
In der Weimarer Republik steigt Erich Kästner rasch als Redakteur, Schriftsteller und Drehbuchautor auf. Mit seiner klaren Sprache prägt er die Neue Sachlichkeit. Auch seine kriegskritische Lyrik ruft ein weltweites Echo hervor. 1933 sieht Kästner in Berlin zu, wie seine Bücher verbrannt werden. Dennoch wandert er nicht aus, veröffentlicht nun unter Pseudonym und im Ausland. 1941 schreibt er das Drehbuch für 'Münchhausen'. Später verhaftet ihn die Gestapo, lässt ihn aber wieder frei.
In der Nachkriegszeit ist Kästner eine moralische Instanz. Doch er kann an
Die Sendung wird ausgestrahlt am Montag, den 29.07.2024 um 00:35 Uhr auf tagesschau24.